Mehr als Honig: Wie Bienenwelten Lebensräume schafft

Mehr als Honig: Wie Bienenwelten Lebensräume schafft

Ein intensives Bienenjahr liegt hinter Bienenwelten:  mit schönen Momenten, Herausforderungen und vielen Beobachtungen, die zeigen, wie unmittelbar die Bienen mit ihrer Umgebung verbunden sind.

Dabei geht es längst um mehr als Honig. Rund um die Bienenvölker entstehen neue Lebensräume, Bildungsangebote und Projekte, die Menschen und Natur zusammenbringen. Eine wichtige Grundlage dafür bilden die Bienenpatenschaften.

Das Bienenjahr 2026

In den tieferen Lagen konnten die Bienen die guten Trachttage wunderbar nutzen. In den Höhenlagen zeigte sich einmal mehr, wie stark die Natur den Rhythmus vorgibt: Erstaunlich kalte Nächte bremsten dort die Entwicklung der Bienenvölker deutlich.

Ab dem 28. Juni kam eine längere trockene Phase hinzu. Viele Pflanzen stellten ihren Nektarfluss früher ein als erhofft. Trotzdem erreichten die Völker von Bienenwelten 2026 einen durchschnittlichen Honigertrag von 13,2 Kilogramm pro Volk. Zum Vergleich: 2025 waren es durchschnittlich 10,2 Kilogramm.

Diese Zahlen zeigen, wie unterschiedlich ein Bienenjahr verlaufen kann. Die Natur lässt sich nicht planen. Entscheidend ist deshalb nicht ein möglichst hoher Honigertrag, sondern die Völker aufmerksam durch das Jahr zu begleiten und ihnen gute Voraussetzungen zu schaffen.

Auch die Varroamilbe bleibt eine grosse Herausforderung. Sorgfältige Beobachtung, Erfahrung und genaues Hinschauen sind unverzichtbar.

Forschung rund um den Bienen-7-Stern

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit von Stefan Neuhaus ist der Bienen-7-Stern. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich intensiv damit und untersucht ihn auch im Rahmen seiner Diplomarbeit für die eidgenössische Imkerausbildung.

Im Zentrum steht die Frage, was sich bei den Bienenvölkern tatsächlich beobachten und erfassen lässt. Denn auch das gehört zu Bienenwelten: Fragen stellen, Erfahrungen vertiefen und immer wieder von den Bienen lernen.

Bienenwelten wächst

Auch ausserhalb der Bienenstöcke ist viel entstanden. Der erste Bienen-Anhänger macht die Bienen und ihre Lebensräume sichtbar. In Gsteig wurden rund 200 Bäume und Sträucher gepflanzt. In den kommenden Jahren sollen daraus wertvolle Lebensräume für Bienen, andere Insekten, Vögel und weitere Tiere entstehen.

Gleichzeitig wird das Kompetenzzentrum Gsteig weiterentwickelt – als Ort, an dem Bienen, Natur, Wissen und Menschen zusammenfinden können. Die Gespräche mit den zuständigen Behörden und die Entwicklung des Projekts laufen bereits seit über einem Jahr.

Vieles davon wächst langsam. Wie ein Baum, der heute gepflanzt wird und dessen Wirkung weit über den gegenwärtigen Moment hinausreicht.

Ein gemeinnütziger Verein als nächster Schritt

Ein wichtiger nächster Schritt ist die geplante Gründung des gemeinnützigen Vereins Bienenwelten.ch.

Das Herz der Arbeit bleiben die Bienenpatenschaften. Die daraus entstehenden Mittel sollen nachhaltig wirken: direkt bei den Bienenvölkern, in ihren Lebensräumen, in der Bildung und beim weiteren Aufbau von Bienenwelten.

So entsteht aus jeder Patenschaft Schritt für Schritt etwas Bleibendes. Gleichzeitig soll transparent sichtbar werden, was mit der Unterstützung geschieht – bei den Bienen, in der Landschaft und in den daraus wachsenden Projekten.

Teil von Bienenwelten werden

Hinter den Zahlen, Ideen und Projekten stehen Bienenvölker, die aufmerksam begleitet werden. Junge Bäume, die zu wachsen beginnen. Ideen, die Gestalt annehmen. Und Menschen, die diesen Weg mittragen.

Wer mit einer Bienenpatenschaft etwas Konkretes für die Bienen und ihre Lebensräume bewirken möchte, kann Teil von Bienenwelten werden.

Denn am Ende geht es nicht allein um Honig, sondern um unsere gemeinsame Verantwortung, den Bienen auch in Zukunft einen guten Platz zu geben.

Weitere Informationen:
bienenflüsterer.ch

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