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Bericht zum Bienenjahr 2023

Liebe Bienenpaten

Das Bienenjahr 2023 neigt sich dem Ende entgegen

Einige von euch durfte ich dieses Jahr persönlich an einem Workshop begrĂŒssen. Ich hoffe, dass wir uns alle an einem Bienenworkshop im 2024 wiedersehen. 

Gerne fasse ich fĂŒr Euch das Bienenjahr 2023 kurz zusammen

Das Jahr begann im April gut mit einem frĂŒhen FrĂŒhling hier in den Bergen. Den stĂ€rksten Bienenvölker konnte ich bereits Ende April den ersten Honigaufsatz geben. Wenige Tage spĂ€ter hatten wir einen 3-wöchigen Wintereinbruch und es wurde sehr kalt, nass mit Schneefall bis in tiefe Lagen und wenig Sonnenschein. Da die Bienen bereits in voller Kraft waren, um bereit fĂŒr den Löwenzahn zu sein, haben Sie unter diesem untypisch langen Wintereinbruch im Mai sehr stark gelitten. Ich habe die Völker aufgefĂŒttert, damit Sie nicht verhungerten. Dies zum ersten Mal in meiner Imkerkarriere. Als es wieder schön wurde, war der Löwenzahl bereits verblĂŒht. Der Löwenzahl ist hier in den Bergen die einzige Massentracht und fĂŒr einen grossen Anteil des Honigertrages zustĂ€ndig.

Die Bienenvölker brauchten gut 3 Wochen, um sich von diesem KĂ€lteeinbruch zu erholen. Wenn es kalt ist und wenig Nahrung hat, legt die Königin deutlich weniger Eier ab. In guten und schönen FrĂŒhlingstagen bis zum 21. Juni kann eine Königin bis zu 2000 Eier pro Tag legen. Bis eine Biene schlĂŒpft, dauert es 21 Tage. Der FrĂŒhling war im Anschluss recht schön, doch es hatte hier in den Bergen sehr viel Regen, was der Natur sehr gutgetan hat. FĂŒr die jungen Königinnen, die fĂŒr die Begattung ausfliegen, sind spontane und unvorhergesehene RegengĂŒsse ĂŒber den Tag problematisch, da diese nicht mehr nach Hause zurĂŒckfinden. Die tĂ€glichen RegengĂŒsse wirkten sich vorteilig aus, da die Bauern nicht silieren (Siloballen) konnten. Es war diesen FrĂŒhling jedoch so, dass der starke Regen, den Nektar der Trachtpflanzen ausgewaschen hatte und es erklĂ€rt sich von selbst, dass die SammelaktivitĂ€ten der Bienen bei Regen nicht möglich ist.

Mein Schwiegervater erntete den Honig bereits Ende Juni, da die Sommertracht ab Juli, durch die zunehmende industrielle Bewirtschaftung der Landwirtschaft, in den Bergen zunimmt und nur noch spĂ€rliche Blumentracht zulĂ€sst. Der Bienenstandort im Gsteig auf 1150 Meter ĂŒber Meer, hat dieses Jahr leider sehr wenig Honigertrag abgeworfen. Im Durchschnitt gab es pro Bienenvolk knapp ĂŒber 5kg Honig. Auch die anderen Standorte waren dieses Jahr nicht ertragsreich. Insgesamt konnte ich im Durchschnitt 10kg pro Bienenvolk an Honig ernten.

Das Wichtigste zum Schluss: die Bienen sind gesund und fit fĂŒr den Winter.

Gestern habe ich mit dem Aufbau meiner 7-Stern Imkerei begonnen. Die Bienenvölker werden nÀchste Woche auf den neuen Standort im Gsteig gebrach.

Der Anzeiger von Saanen hat diesen Dienstag einen spannenden Bericht abgedruckt. Ihr findet diesen hier, um euch ein Bild von meinem Handel und Sein zu machen.

Da die Bienenpaten, also Ihr, das Herz meiner Imkerei seid, darf ich euch mitteilen, dass ich jedem Bienenpaten 10kg Honig liefern kann. Einige von euch haben den Honig bereits erhalten oder konnten diesen direkt bei einem Workshop mit nach Hause nehmen. Wer den Honig noch nicht erhalten hat, werde ich gerne persönlich kontaktieren.

Bienen Schweiz hat ein wunderbares Projekt lanciert, damit jeder die Möglichkeit hat, bei sich zu Hause oder in seinem Umfeld eine Blumentracht fĂŒr Bienen und Insekten zu schaffen. Mehr dazu findet Ihr hier: Lebensraum | BlĂŒhflĂ€chen Bienen Schweiz

Ich danke euch von ganzem Herzen fĂŒr das Vertrauen in mich und meine Bienen. Wir freuen uns bereits wieder sehr auf nĂ€chstes Jahr, doch zuerst fahre ich nach einer sehr intensiven Zeit mit meiner Familie in die Ferien!

Liebe GrĂŒsse

Stefan Neuhaus

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